Die Hessische Mensch-Verwertungsmaschine

vitos

Die Mitarbeiter der Vitos-Klinken lassen keine Gelegenheit aus, die Insassen ihrer Einrichtung in der Öffentlichkeit als gefährliche Monster darzustellen. Durch Angstmacherei versuchen sie, die Politik und die öffentliche Meinung für sich zu gewinnen. So schrieb der Betriebsrat der Vitos Riedstadt gGmbH Michael Todisco in einer Stellungnahme zum zweiten Gesetz zur Änderung des Maßregelvollzugsgesetzes an die Vorsitzende des Sozial- und Integrationspolitischen Ausschusses Claudia Ravensburg:

Sie bewerfen Beschäftigte mit Kot, verschütten Urin, sind extrem gewalttätig, beschimpfen und bedrohen ihr Umfeld massiv. Sie sind sehr laut und schreien ununterbrochen und z. T. Tage und Nächte hindurch, was für die Beschäftigten und auch Mitpatienten eine unzumutbare Belastung darstellt.

Was wirklich hinter den Mauern der Vitos-Kliniken vor sich geht, ist für den Außenstehenden nur schwer zu überprüfen, da die Leitung alles daran setzt, den Informationsfluß zu unterbinden. Kritische Psychologen, wie Diplom-Psychologin Eva Schwenk oder der polit-Aktivisten Jörg Bergstedt erhalten Besuchsverbot. Wer es wagt, zu berichten, was in diesen Einrichtungen vor sich geht, wird mit Verfahren wegen Beleidigung überzogen.

Wenn dann doch einmal Geschichten über die Zustände in den Einrichtungen der Vitos-Kliniken an die Öffentlichkeit durchsickern, so sind es Berichte, wie die einer Psychiatrie-Überlebenden aus Gießen, die unter den Mißhandlungen ihres Ehemanns litt:

Ich war 46 Tage fixiert. Am Ende habe ich wie ein Hund geheult. Wisst Ihr wie ein Hund, ein Wolf heult? Mich hat eine Freundin hier her gebracht. Sie dachte, dass sie mir helfen werden. Es war eine schlechte Behandlung, die sie mit mir gemacht haben.

Der Linken-Politiker Dennis Stephan saß ebenfalls als vermeindlich psychisch gestörter Brandstifter 4 Monate in der Vitos-Klinik. Über die Zustände in der Einrichtung berichtet er:

Man wird gequält, die Menschenrechte werden mit Füßen getreten.

Über Inhaftierungen in der Psychiatrie nach StGB §63 sagt der vorsitzende Richter der Strafvollstreckungskammer Marburg Dr. Thomas Wolf:

Bei den 63iger-Leuten hantieren wir mit Sprengstoff, da kommt doch nur jemand rein, der allerschwerste Delikte begangen hat, und wir müssen das hinterher irgendwie kontrollieren.

Ist das wirklich so? Sitzen im Maßregelvollzug wirklich nur gemeingefährliche Schwerstkriminelle?

Über einen Fall eines eBay-Betrügers, der seit fast vier Jahren in der forensischen Psychiatrie Haina einsitzt, berichtet Oliver García in einem Beitrag im De legibus Blog:

Man weiß gar nicht, wo man mit der Fehleraufzählung anfangen soll. Die Entscheidung des Jugendrichters in Kassel war grotesk falsch.

Wäre der Angeklagte als voll Schuldfähiger verurteilt worden, hätte er – so das LG Marburg („wie dies die Kammer, die auch als Jugendkammer tätig ist, durchaus zu beurteilen vermag“) – vermutlich allenfalls eine Bewährungsstrafe, wenn nicht gar einen längeren Dauerarrest (Höchstmaß: vier Wochen, § 16 JGG) erhalten statt der potentiell lebenslang geltenden Unterbringung (was gerade bei „Behandlungsverweigerern“ und anderen Dickköpfen mehr als eine theoretische Möglichkeit ist.

Die „Gutachten“ des umstrittenen Psychiaters Dr. Baltes, die zur Veruteilung des Beschuldigten nach §63 StGB geführt haben, nennt García „hanebüchen unzulänglich“.

Ist ein Mensch erst einmal in der Psychiatrie oder im Maßregelvollzug eingesperrt, so kann sein Aufenthalt nach Gutdünken der Gutachter nahezu beliebig verlängert werden. Das deutsche Ärzteblatt berichtete, dass den Psycho-Gutachtern seitens der Gerichte nicht selten Tendenzen vorgegeben werden. Wie diese unheilige Allianz zwischen Psychiatern und Richtern in der Praxis funktioniert, erklärt der berühmt-berüchtigte Psychiater Prof. Dr. Hans-Ludwig Kröber auf Medscape:

Es gibt ein erhebliches Autarkiebewusstsein von Kliniken. Sie können eigentlich alles machen, was sie wollen, wenn sie nur ein stabiles Bündnis mit der Strafvollstreckungskammer haben. Wenn beide der Meinung sind, dass der Patient noch ein Risiko darstellt, kann man wunderbare Liegezeiten generieren. Mühelos im Schnitt auch über 10 Jahre hinaus.

Ist der Mensch einmal im Maßregelvollzug gelandet, wird alles, was er tut, als Ausdruck seiner psychischen Gestörtheit gedeutet und kommt auf die schwarze Liste.

Wie treffsicher die psychiatrische Diagnostik in Hinsicht auf die Erkennung potentieller Gewaltäter ist, berichtet Prof. Dr. Günter Albrecht von der Universität Bielefeld in der Fachzeitschrift Journal für Konflikt- und Gewaltforschung:

Die Forschung verweist auf die gravierenden Fehler klinischer Gewaltprognosen, insbesondere auf den hohen Anteil „falsch Positiver“, also solcher Probanden, denen zu Unrecht Gefährlichkeit attestiert wird. Die Prozentwerte an „falsch positiv Prognostizierten“ liegen im Ausnahmefall zwischen 54 und 61%, in der Regel jedoch deutlich über 80%, bei falsch negativen Werten in derselben Größenordnung (vgl. Monahan 1981; Lab 1988, 101). Man verdächtigt also sehr viele Probanden zu Unrecht, potentieller Gewalttäter zu sein, gleichzeitig gelingt es sehr schlecht, die tatsächlichen Gewalttäter zu identifizieren.

Mit anderen Worten: Ein Münzwurf wäre treffsicherer.

Dass es sich bei psychiatrischer Behandlung um eine Form der sozialen Kontrolle und nicht um Medizin handelt, gab Wolf ganz offen bei einer Anhörung im Bundestag zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Führungsaufsicht im März 2007 zu:

Wer als Therapeut kommt und meint, er wäre nur der Heiler und nur der Arzt, der hat in dem Job nichts verloren. Das ist klare Überwachung.

Die Insassen solcher Einrichtungen werden mit hirnschädigenden Neuroleptika und anderen, zweifelhaften Behandlungsmethoden gefügig gemacht. Das ist nicht nur für die Betroffenen schädlich, sondern kostet das Sozialsystem – und damit uns allen – eine Menge Geld.

In einem Leserbrief an die Frakfurter Rundschau forderte Hanswerner K., ein langjähriger Mitarbeiter des Landeswohlfahrtsverbands Hessen im April 2008

dass die Richter in Marburg diesen Irrenarzt frankensteinscher Provenienz stoppen

Gemeint war Rüdiger Müller-Isberner, der ärztliche Direktor der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie im Hessischen Haina. Warum stoppen die Richter in Marburg diesen Psychiater nicht? Wie immer in solchen Fällen muss man die Frage stellen: Cui Bono? Nicht nur, dass Dr. Thomas Wolf als Co-Autor von Dr. Rüdiger Müller-Isberners Buch Praxishandbuch Maßregelvollzug auftritt und dort praktische Tipps zur kreativen Rechtsauslegung gibt. Die hessischen Seilschaften offenbaren sich auch, wenn man sich anschaut, wer im Vorstand der Jugendkonflikthilfeeinrichtung JUKO Marburg e.V. sitzt: Unter anderem Dr. Thomas Wolf, Justizhauptsekretärin Marianne Wölk und die Justiziarin der Vitos Klinik Anne Rohner. Frau Rohner ist es auch, die diversen Kritikern mit Strafverfahren wegen Beleidigung droht, falls sie weiterhin negativ über die Zustände in den Vitos-Kliniken berichten.

Am 26.1.2015 berichtete die SPD des Unterbezirks Waldeck-Frankenberg von einem Besuch von Landtagsabgeordneten in der forensichen Psychiatrie der Vitos-Klinik in Haina. Auf ihrem Internet-Auftritt posieren die beiden SPD-Politiker Dr. Thomas Spies und Dr. Daniela Sommer vor der Psychiatrie mit dem Buch von Rüdiger Müller-Isberner und Richter Thomas Wolf in der Hand.

Mehr Informationen zum Thema:

forensikwhistle: Dr. Müller-Isberner Forensik Gut- oder Schlechtachter?

delegibus Blog: Lebenslang statt vier Wochen für den eBay-Betrüger

spd-waldeck-frankenberg.de Landtagsabgeordnete besuchen die forensische Psychiatrie Haina der Vitos Klinik

Frankfurter Rundschau: Gesetz zum Maßregelvollzug „Ein Gefühl völliger Entmachtung“

Medscape: Maßregeln oder therapieren? Behandlung in forensischen Kliniken in der Kritik

Telepolis: „Die Psychiatrie ist im Kern Zwangspsychiatrie“

Süddeutsche Zeitung: Medizinisch-industrieller Komplex – Systematisch korrupt

Vitos Klinik Riedstadt erteilt kritischer Psychologin Besuchsverbot

Wenn Rüdiger Müller-Isberner sich beleidigt fühlt

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

Vitos Klinik Riedstadt erteilt kritischer Psychologin Besuchsverbot

Eva Schwenk

Die Vitos Klinik im Südhessischen Riedstadt hat der Diplom-Psychologin Eva Schwenk ein Besuchsverbot für einen Insassen erteilt. Ihre Besuche würden aufgrund der bisher getätigten Veröffentlichungen im Internet die öffentliche Sicherheit und Ordnung der Einrichtung gefährden.

Eva Schwenk wurde durch ihr Buch Fehldiagnose Rechtsstaat – Die ungezählten Psychiatrieopfer bekannt, in dem sie zahlreiche Fälle von Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie öffentlich gemacht hat.

Die Vitos GmbH ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen des Landeswohlfahrtsverbands Hessen (LWV) und betreibt zahlreiche Psychiatrien. Die Einrichtungen der Vitos GmbH sind in letzter Zeit immer wieder wegen Mißhandlungen an Gefangenen in die Schlagzeilen geraten.

Im Sommer 2014 gab es zahlreiche Demonstrationen auf dem Gelände der Vitos Klinik in Gießen.

Die Leitung der Vitos versucht ihrerseits durch Besuchsverbote und Strafanzeigen gegen Rechtsanwälte, Angehörige der Insassen, kritische Psychologen, Vorsorgebevollmächtigte und ehemalige Mitarbeiter zu verhindern, dass etwas über die Zustände in ihren Einrichtungen an die Öffentlichkeit kommt.

Im durch zahlreiche Medienberichte bekannt gewordenn Fall Dennis Stephan drohte die Justiziarin der Vitos GmbH seiner Vorsorgebevollmächtigten Andrea Jakob mit Anzeige wegen Beleidigung, falls sie sich weiterhin zu kritisch äußern würde.

Im Frühjahr 2014 schrieb Peter Chrisian H., ein Insasse der Vitos Klinik Riedstadt an die Redaktion des Echo und berichtete über Mißstände. Die Folge für ihn: Er wurde wie ein Schwerverbrecher in Handschellen von Polizisten in den Gerichtssaal gebracht. Rechtsanwalt Bernhard Schroer sagte dem Echo, er sehe darin einen Racheakt von Vitos, weil sich sein Mandant an die Presse gewandt hatte.

Ebenfalls vor Gericht gezerrt wurde der Rechtsanwalt Dr. Hans-Berndt Ziegler, weil er es wagte, öffentlich zu sagen, dass er der Meinung sei, dass eine seiner Mandantinnen in einer Vitos-Einrichtung in Haina zu lange festgehalten werde.

Auch Hanswerner K., ein langjährige Mitarbeiter im Landeswohlfahrtsverband Hessen wurde wegen Kritik an der Psychiatrie Haina vor Gericht gezerrt. Deren Direktor Rüdiger Müller-Isberner fühlte sich persönlich beleidigt.

Mehr Informationen zum Thema:

Behoerddenstress: Paukenschlag im Lande Hessen – Diplom Psychologin Eva Schwenk bekommt Besuchsverbot in Psychiatrie aufgrund Internet-Veröffentlichungen!

Eva Schwenk: Fehldiagnose Rechtsstaat – die ungezählten Psychiatrieopfer

Echo: Ein folgenreicher Brief aus der Klinik

bloegi: Taszis verurteilt Dr.Ziegler zu Gefängnis

Frankfurter Rundschau: Teufel trifft Frankenstein

Deutsche Direkthilfe: Strafverfahren gegen Dennis Stephan

forensikwhistle: Dr. Rüdiger Müller-Isberner – Wer aufmuckt wird isoliert!

Wenn Rüdiger Müller-Isberner sich beleidigt fühlt

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

Psychiatrie-Mißbrauch oder Modus Operandi?

Menschenrechtsverletzungen in der Psychiatrie: Auszeichnung für engagierte Nachwuchsjournalistin

Wenn Rüdiger Müller-Isberner sich beleidigt fühlt

Klapsendiktator Müller-Isberner Stop!
Als ärztlicher Direktor der Vitos Klinik für forensische Psychiatrie im Hessischen Haina trägt Rüdiger Müller-Isberner die Verantwortung für die dort inhaftierten Menschen. Müller-Isberner ist auch Autor des psychiatrischen Lehrbuchs „Praxishandbuch Maßregelvollzug“, welches in vielen Gerichtsverfahren von Juristen zitiert wird. Als Psychiater begutachtet er Menschen. Diese erhalten dann Stempel wie „persönlichkeitsgestört“ oder „schizophren“. Psychiatrische Gutachten sind subjektive Werturteile des expolorierenden Psychiaters über dessen Probanden – mit oft schwerwiegenden Konsequenzen für die Betroffenen wie Zwangseinweisung in eine Psychiatrie inklusive Zwangsbehandlung mit fragwürdigen Medikamenten. Doch Kritik an seiner Person oder seiner Einrichtung duldet er nicht.

2011 warf der Patientenfürsprecher des Landkreises Gießen Hans Fink frustriert das Handtuch. Einem Bericht der Gießener Allgemeinen zur Folge soll Finks Arbeit dadurch behindert worden sein, dass man ihm trotz der Vorlage einer Entbindung von der Schweigepflicht die Einsicht in Patientenakten verweigerte. Einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Januar 2006 zur Folge sei die Einrichtung aber dazu verpflichtet. Die Einrichtung gab gegenüber Vertreter des Kreises zu den Vorwürfen keinerlei Stellung ab. Günther Semmler vom Kreisausschuss für Soziales, Jugend, Frauen, Integration, Gesundheit und Ehrenamt kommentierte dies mit dem Worten

Es ist unakzeptabel, dass Vertreter des Kreises und somit der Öffentlichkeit so abgespeist werden.

Mitunter fällt die Kritik gegen Müller-Isberner und seine Einrichtung auch derber aus. Im Rahmen einer Demonstration auf dem Gelände der Vitos Klinik in Gießen im Juni 2014 wurde er als „Klapsendiktator“ bezeichnet. Nicht selten wird er von seinen Kritikern mit zwielichtigen historischen oder literarischen Figuren verglichen. So forderte im April 2008 Hanswerner K., ein langjähriger Mitarbeiter des Landeswohlfahrtsverbands Hessen in einem Leserbrief an die Frakfurter Rundschau

dass die Richter in Marburg diesen Irrenarzt frankensteinscher Provenienz stoppen

Anstatt dem mit professioneller Distanz zu begegnen und einfach darüber zu stehen, strengte Müller-Isberner ein Gerichtsverfahren wegen Beleidigung gegen Hanswerner K. an. Dieser brachte zu seiner Verteidigung vor, dass Frankenstein ja der Arzt und nicht das Monster sei. Deshalb könne er keine Beleidigung erkennen.

Solch rigeroses Vorgehen gegen seine Kritiker ist bei Müller-Isberner kein Einzelfall. Im Dezember 2015 erhielt Frau Z. einen Strafbefehl wegen Beleidigung und Verleumndung vom Amtsgericht Bad Salzungen. Sie soll 600 Euro bezahlen, weil sie in einem längst gelöschten Blogbeitrag Rüdiger Müller-Isberner als „Drogendealer“ und „Nachfolger von Mengele“ bezeichnet und ihm vorgeworfen hat, er würde in seiner Einrichtung Menschen foltern und quälen, sie zu lebensunfähigen Krüppeln machen und sei herrschsüchtig, machtbesessen und jähzornig.

Dennis Stephan war nach einem Brand in seiner Wohnung als vermeindlich gefährlicher Straftäter vier Monate lang Insasse von Müller-Isberners Anstalt, davon 13 Tage in Isolationshaft. Er berichtete gegenüber der Frankfurter Rundschau, wie er seinerzeit von einem Psychiater begutachtet wurde:

Er hat mich zehn Minuten im Leben gesehen, mich nicht aufgeklärt, und ich habe gesagt, dass ich nicht mit ihm reden will.

Über die Zustände in dieser Einrichtung sagte Stephan

Man wird gequält, die Menschenrechte werden mit Füßen getreten.

Unter dessen berichtet das Presseportal HNA, dass in Müller-Isberners Einrichtung nächstes Jahr 50 Betten wegfielen und eine ganze Station geschlossen werde. Ein geändertes Klima an den Gerichten würde dazu führen, dass Richter weniger dazu tendieren, Rechtsbrecher in einer forensischen Anstalt unterzubringen. Im Rahmen der Verhältnismäßigkeit müssten Rechtsbrecher, die schon sehr lange in einer Forensik einsitzen, entlassen werden – auch dann, wenn die Klinik dies nicht befürworte.

Mehr Informationen zum Thema:

Frankfurter Rundschau: Teufel trifft Frankenstein

Gießener Allgemeine: Patientenfürsprecher hört frustriert auf

Echo: Ein folgenreicher Brief aus der Klinik

Frankfurter Rundschau: Gesetz zum Maßregelvollzug „Ein Gefühl völliger Entmachtung“

HNA: In Hainaer Forensik stehen 50 Betten leer

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

Wie Menschen in der Psychiatrie zu Gemüse therapiert werden

Die menschenverachtende Ideologie der Psychiatrie

Zwangsanstalten abschaffen! Einladung zum 6. Protestgang in Gießen

Psychiatrie heute: Freiheitsberaubung, Entmündigung, Folter

Zum 6. mal ruft die Projektwerkstatt Saasen zu einer Demonstration gegen Zwangspsychiatrie auf dem Gelände der Vitos Klinik in Gießen auf. Der Protestzug startet am Samstag, den 20.9.2014 um 16 Uhr am Eingang der Psychiatrie in der Licherstraße. Die Projektwerkstatt bietet Übernachtungsmöglichkeiten an.

Mehr Informationen zum Thema:

Flugblatt zur Veranstaltung

Junge Welt: Gesellschaftliche ›Black Box‹ – niemand schaut hin

Gießener Zeitung: Proteste gegen Zwangspsychiatrie in Hessen – Sechste Demo am 20.6. um 16 Uhr an der Vitos Klinik Gießen

Frankfurter Neue Presse: Demonstration auf dem Klinikgelände – Protest gegen Zwangspsychiatrie

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

Wieder Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

Am Samstag den 19.7.2014 fand in Gießen auf dem Gelände der Vitos Klinik erneut eine Demonstration statt. Die Demonstranten forderten eine Abschaffung aller psychiatrischen Zwangsmaßnahmen, die sie als Folter bezeichnen. Auf der Straße hinterließen sie mit Kreide zahlreiche Botschaften wie z.B. „Fresst Euer Gift selbst“ an die Psychiater. Mit Gift meinen die Demonstranten Psychopharmaka, vor allem sogenannte Neuroleptika. Diese Mittel verursachen erhebliche körperliche und psychische Langzeitschäden wie z.B. die gefürchteten Spätdyskinesien und werden in der Psychiatrie oftmals gegen den Willen der Insassen verabreicht.

Ein Opfer berichtete, wie sie 5 Tage am Stück nackt an ein Bett gefesselt wurde.

Mehr Informationen zum Thema:

Psychiatrie-Opfer packt aus: 5 Tage am Stück „nackt“ fixiert?

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

UN-Hochkommissar für Menschenrechte Juan E Méndez: Psychiatrische Zwangsbehandlung ist Folter

Indymedia: Demo gegen Zwangspsychiatrie in Gießen

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