Peter Gøtzsche: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Die Verbrechen der Pharmaindustrie

Erstellt am 16.11.2014 von Winston Smith

Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiertProfessor Peter Gøtzsche ist Direktor des Nordic Cochrane Centers, einem Institut, welches sich mit der Erstellung, Aktualisierung und Verbreitung systematischer Übersichtsarbeiten zur Bewertung von Therapien beschäftigt.

Im Rahmen seiner Arbeit erhielt er tiefe Einblicke in das Gesundheitssystem – ein System, dem er unwissenschaftliches, korruptes und kriminelles Verhalten attestiert. Der Pharmaindustrie wirft Gøtzsche aggressive Verkaufsstrategien vor. Klinische Studien seien getarntes Marketing. Das Geschäftsmodell der Pharmaindustrie sei organisierte Krimminalität und Hoffmann-La Roche der größte Drogenhändler.

Seine Erkenntnise fasste er in seinem Buch Deadly Medicines and Organised Crime zusammen. Unter dem Titel Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert erschien dieses Buch nun auch in deutscher Sprache im Riva Verlag.

Die Psychiatrie bezeichnet Gøtzsche als das Paradies der Pharmaindustrie. Das Kapitel zu diesem Thema leitet er mit einem Zitat des englischen Psychiaters David Healy ein:

Es gibt wahrscheinlich keinen anderen Bereich der Medizin, in dem die wissenschaftliche Literatur so sehr den Rohdaten widerspricht.

Noch deutlicher wird die ehemalige Psychiatriepatientin Judi Chamberlin, die er ebenfalls an dieser Stelle zitiert:

Die Entscheidung darüber, ob Geisteskrankheiten existieren, alleine den Psychiatern zu überlassen, ist so, wie die Entscheidung über den Wert der Astrologie dem Berufsastrologen zu überlassen… Menschen stellen die grundlegende Prämissen ihres Berufs kaum in Frage, weil für sie oft eine Menge Geld und Emotionen auf dem Spiel stehen.

Gøtzsche, der den Großteil seines Berufslebens damit verbracht hat, die Qualität der klinischen Forschung zu bewerten, kam zur Erkenntnis, daß diese in der Psychiatrie besonders schlecht sei. Die von der Industrie finanzierten Studien würden selektiv veröffentlicht.

Gøtzsche zweifelt auch diverse, nicht empirisch gesicherte psychiatrische Krankheitsbilder des DSM, wie z.B. die prämenstruelle dysphorische Störung an, die er in seinem Buch als Nicht-Krankheiten bezeichnet. Hilft es den Menschen, abgestempelt zu werden? Obwohl das DSM hunderte von Diagnosen enthält, würden nur die Hälft der behandleten Menschen die diagnostischen Kriterien für eine Störung erfüllen.

Auch von üblen Nebenwirkungen weiß Gøtzsche zu berichten. Eine rosarote Glückspille aus dem Hause Eli Lilly verursacht als Nebenwirkung Libidoverlust und Impotenz. Antidepressiva treiben vor allem Kinder in den Selbstmord.

Mehr Informationen zum Thema:

riva: Peter Gøtzsche – Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert

Huffington Post: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Die Verbrechen der Pharmaindustrie

Stichwort Bayer: Interview mit Prof. Peter Gøtzsche

Der Tagesspiegel: So korrupt ist unser Gesundheitswesen

Der Spiegel: Seelsorge für die Industrie

Etwas ist faul im Staate Dänemark

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http://ordredutemplesolaire.wordpress.com/der-massenmord/

Ps. Man muß ja nicht jeden Kommentar veröffentlichen…

Solange kein Geld da ist, um gegen Psychiater kriminalistisch, forensisch zu ermitteln, wird sich nichts ändern. Eine Petition mit vielen Millionen Unterschriften, für die Pflicht und das Recht, jedes Psychiater-Gespräch aufzuzeichnen, um das Kommunikat wissenschaftlich zu untersuchen, ist ein Ziel.