Demo gegen Zwangspsychiatrie auf dem SPD Landesparteitag 2012 in Wiesloch

Erstellt am 30.09.2012 von Winston Smith

Auf dem Landesparteitag der SPD 2012 in Wiesloch protestierten verschiedene Psychiatrieerfahrenenverbände gegen die Politik von Sozialministerin Katrin Altpeter. Sie plant, nach der Sommerpause einen Gesetzentwurf in den Baden-Württembergischen Landtag einzubringen, mit dem psychiatrische Zwangsbehandlung legalisiert werden soll. 2011 hatte das Bundesverfassungsgericht psychiatrische Zwangsbehandlung für verfassungswidrig erklärt. Bis auf weiteres gibt es deshalb in der BRD keine Rechtsgrundlage für psychiatrische Zwangsbehandlung.

Mehr Informationen zum Thema:

Flugblatt: Sozialministerin Altpeter duldet Menschenrechtsverletzungen

Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrieerfahrener Baden-Württemberg

Bundesverband Psychiatrieerfahrener

www.zwangspsychiatrie.de

Sozialministerin Katrin Altpeter will Zwangsmedikation in der Psychiatrie fortsetzen

Gespräch mit Sozialministerin Altpeter – Thema Zwangsbehandlung

Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Emmendingen

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Kommentar

Hervorragend, lange überfällige Fortsetzung in dieser Situation möglicher Initiativen: Das haben die Genossen lang schon nicht mehr genossen.
Wer so abgestumpft angeblich politisch dermaßen faul vor sich hin schwäbelt, versteht keine andere Sprache mehr.
Keine und keiner dieser Zeitgenossenschaft würde es auch nur eine Woche in einer der x-hundert Zwangsklappsen in Deutschland aushalten ohne sie danach sofort aus psychdrogengeborener, lupenreiner Menschenliebe abschaffen zu wollen. Bevor sich Mitglieder anderer Parteien zu früh freuen möchten: Selbes gilt für alle PolitikerkInnen solange, bis sie das Gegenteil beweisen. Für die gesamte Gesellschaft erkenntlich. Nachhaltig. Eindeutig und endgültig. Sich dem Gesetz beugend die reale Abschaffung jedweder Zwangspsychiatrie erarbeiten. Z. B. nach urchristlichem Vorbild: Nicht erst Pflaumenpfingsten sondern: Hier und jetzt. Genug historische Gründe gibt es dafür. Jeder Krieg hat mal ein Ende. Auch der der Seelen. Wer nicht begreift, dass jede 1000jährige Macht dahin schmilzt zu Null-Komma-Nix – und das gerade heuzutage auch mal im Nu, bleibt ewig gestrig und verfault in eben diesem düsterbraunen Gestern, also Ohren gespitzt: Jede/r Mensch ist prallvoll mit Wert, jeder Mensch, auch wir sind zu schade für diese PappkameradInnen die billige Zwangsprojektionskulisse zu mimen, damit sie ihre angeblich ach so ehrlich entrüsteten Blicke verschießen und ei so logischen vermeintlich politischen Entscheidungen durchdrücken zu wollen. Diese GenossInnen sind durch die Bank weg von Grund auf zu feige, den menschenrechtfeindlichen Psychiatriealltag kennenzulernen nach dem uralten Motto: Was Politik nicht weiß, macht sie nicht heiß. Die gesetzlich seit 2009 erforderliche Inklusion kommt nur als nun auch bereits verstaubte Plapperlapapp-Pflichtvokabel in an der höchst unbequemen psychiatrischen Realität anti-interessierten tagespolitisch momentfixierten Hirnen vor.
Sehr gute Antifolter-Demonstration! Weiter so!

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