Bruder von Gustl Mollath tot in der Psychiatrie aufgefunden

Erstellt am 05.10.2016 von Winston Smith

Pünktlich zum Gedanktag der Psychiatrie-Toten ereilt uns die Nachricht vom Tod des älteren Bruders von Gustl Mollath. Wie verschiedene Medien berichten sei der 70-Jährige Anfang September tot in der Ansbacher Psychiatrie aufgefunden worden. Die Umstände seines Todes geben Rätsel auf. Blaue Flecken und eine Kopfverletzung habe er gehabt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordverdacht.

Einige, die den Verlauf des Justiz- und Politkrimis um Gustl Mollath mitverfolgt haben, spekulieren im Internet darüber, ob sich die Psychiatrie und Justiz der BRD möglicherweise durch Ermordung seines Bruders an ihm gerächt hätte. Dank zahlreicher Unterstützer und Medienpräsenz ist es Gustl Mollath wie kaum einem anderen gelungen, die Psychiatrie und Justiz der BRD anhand ihrer eigenen Schandtaten öffentlich vorzuführen.

Der Bruder von Mollath reiht sich in eine endlose Zahl von Psychiatrie-Toten ein. Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener (BPE) schätzt, dass alleine in Deutschland jährlich 10000 Menschen durch die Psychiatrie ums Leben kommen. Deshalb veranstalten seit dem Jahr 2000 verschiedene Psychiatrie-Erfahrenenorganisationen jährlich am 2. Oktober den Gedenktag der Psychiatrie-Toten.

Mehr Informationen zum Thema:

abendzeitung-muenchen.de: Mysteriös: Mollath-Bruder liegt tot in der Psychiatrie

nordbayern.de: Mollath-Bruder in Ansbacher Psychiatrie gestorben

BR: Nach Tod seines Bruders – Gustl Mollath stellt Strafanzeige

Süddeutsche Zeitung: Gustl Mollath erstattet Anzeige wegen möglicher Misshandlung seines Bruders

zwangspsychiatrie.de: Demonstration am 2. Oktober in Bochum

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Kommentar

Ihre Werbespotts und diese Justiz sorgen dafür, dass die Psychiatrien immer voll besetzt sind – „sonst rechnet sich die Anlage nicht“. Und schließlich müssen sie ja aktiv zur Bevölkerungsreduzierung beitragen und die eigene Tasche füllen . . .
Ich habe noch immer keine einzige Krankenkasse gefunden, die sich weigert, Behandlungen ohne med. Befunde zu finanzieren – ganz im Gegenteil. . . weil: Krankenkassen Provision für den Umsatz bekommen und schließlich ist es leichter, die Beiträge zu erhöhen – als einem Psychiater im Auftrag des Staates den Sold zu verweigern. Nur die Öffentlichkeit kann Abhilfe schaffen -. weil die Öffentlichkeit die Folterer und Mörder bezahlen – wenn auch nicht freiwillig und weil die Öffentlichkeit – ihre Mit-Menschen opfert.