Das Feature dokumentiert den weithin vergessenen Skandal des “Ruhigstellens und Wegsperrens” und fragt, inwiefern heute Personalnot, Kostendruck und die Arbeit der Pharmalobby die Errungenschaften der Psychiatriereform zunichte machen.
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Folter, Tyrannei oder auch Pharmaabsatzförderungsgesetz bezeichnen Betroffenenverbände die Neuregelung der Zwangsbehandlung im Betreuungsrecht, die gestern am 17. Januar 2013 vom Bundestag abgenickt wurde. Ohne gesellschaftliche Debatte und ohne Einbeziehung der Betroffenen setzt dieses Gesetz die Grund- und Menschenrechte von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen ausser Kraft. Radio Dreyeckland sprach mit Johannes Georg Bischoff vom Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.
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Herr K ist 33 Jahre alt und hat seit seiner Jugend schon einige Psychiatrie-Aufenthalte durchgemacht. Er möchte seine Geschichte öffentlich machen, denn sie ist bei weitem kein Einzelfall…
Die Psychiatrie-Reform in den siebziger Jahren hat keineswegs die Lebensverhältnisse aller Betroffenen verbessert. Es leben heute doppelt so viele Menschen in Heimen. Es werden 5 mal mehr Medikamente verabreicht. Es gibt 4 mal mehr Betreuungen.
Psychiatrie-Karrieren, wie die des Herrn K, sind immer noch an der Tagesordnung – nicht nur in Emmendingen.
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Die Koo Koo-Sendung vom 21. August 2012 beschäftigte sich mit dem Thema Fixierung in der Psychiatrie.
Bei sogenannten “Fixierungen” werden Psychiatrieinsassen mit Gurten, manchmal Tage oder wochenlang, gewaltsam ans Bett gefesselt und häufig zusätzlich mit Drogen vollgepumpt um ihren Willen zu brechen und sie gefügig zu machen.
In der Sendung wurden verschiedene aktuelle Presseberichte über Todesfälle in Zusammenhang mit Fixierungen zitiert. Außerdem schilderten Überlebende eindrucksvoll ihre grausamen Erfahrung mit Fixierungen.
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Am 24.7.2012 besuchte Sozialministerin Katrin Altpeter eine Einweihungsfeier einer psychosomatischen Klinik in Emmendingen. Gegen die Politik von Frau Altpeter, einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung psychiatrischer Zwangsbehandlung in den Baden-Württemberger Landtag einbringen zu wollen, demonstrierten Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Psychiatrieerfahrener Baden-Württemberg. Am 23.3.2011 hatte das Bundesverfassungsgericht psychiatrische Zwangsbehandlung für verfassungswidrig erklärt. Später kassierte es auch §8 des Baden-Württemberger Unterbringungsgesetzes.