Der amerikanische Psychiater Allen Frances, einer der ehemaligen Autoren des
Katalogs für psychiatrische Störungen DSM, warnt vor den Auswüchsen der Psychiatrie.
Mord, Suizid, Raub: Die Doku “Gefährliche Glückspillen” zeigt anhand von Einzelschicksalen die eschütternden Nebenwirkungen gängiger Antidepressiva auf.
Margit Woelky erzählt über den Tod ihrer Schwester Angelika Albrecht.
Sie hatte sich nach einer psychiatrischen Behandlung im Klinikum Weinsberg das Leben genommen.
Es ist ein Kampf wie David gegen Goliath. Der Mathematiker Lothar Schröder aus Dormagen klagt gegen den Pharmagiganten Pfizer. Der Vorwurf: Das Antidepressivum Zoloft dieses Herstellers soll suizidal machen. Schröders Frau hatte im sich April 2005 nach der Einnahme von Zoloft das Leben genommen.
Einen Teilerfolg hat Schröder schon vor dem Oberlandesgericht Köln erstritten: Der Pharmakonzern muss Auskünfte über Suizidfälle in Zusammenhang mit Zoloft herausgeben. Darauf hin erhielten Schröder und sein Anwalt 7 Kartons mit Akten.
Wirkstoff von Zoloft ist Sertralin, ein sogenannter selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (kurz SSRI). Medikamente dieser Art stehen schon lange im Verdacht, Selbstmordgedanken zu fördern oder erst zu verursachen.
Am 13.07.2011 um 10:00 Uhr findet im Sitzungssaal 0237 des Landgerichts Köln die erste mündliche Verhandlung zur Klage auf Schadensersatz und Schmerzensgeld statt. Die Sitzung ist öffentlich.